Eigentlich sollte der Begriff der Heuschrecke hier niemals erscheinen. Nicht weil es sie nicht gibt, sondern weil sie nicht unser Thema sind. MBI und MBO kann man ab einer bestimmten Unternehmensgröße nur mit einem Finanzpartner stemmen. Die seriösen Beteiligungsfinanziers für den Erwerb mittelständischer Unternehmen werden mehr. Sie passen ihr Angebot an: Fonds mit längerer Laufzeit und Haltedauer, angemessenem Eigenkapital in der Finanzierung und ausreichenden Mittel für Investitionen. Ein Idyll? Nein, auch hier wird gerechnet und soll Geld verdient werden. Die Beteiligungsmanager sind nicht naiv und die Investoren nicht großherzig. Aber man sollte nicht alle Finanzinvestoren als gierige Jäger brandmarken. Ein deutsches Wirtschaftsmagazin wirft wieder alle Kategorien von Investoren durcheinander. Sie sollen alle in den Unternehmen Schrecken verbreiten. Gerade hat ein Träger eines wirtschaftswissenschaftlichen Preises eindrucksvoll nachgewiesen, daß höhere Transparenz und freier Kapitalmarkt die Effizienz der Unternehmensführung verbessern. Wie soll das Nachfolgethema im Mittelstand gelöst werden, wenn nicht durch Beteiligungskapital? Durch Konzernbildung vielleicht? Dann doch besser durch unternehmerische Manager und Private Equity.
Investoren » Heuschrecken und Jäger?