MBI/MBO » MBI-Manager & Private Equity: Beteiligungshorizont unklar!
Das mit dem Beteiligungshorizont ist bei den MBI-Managern so eine Sache. Manche meinen, die Beteiligungsdauer müsse a priori bis zum Ende der Lebensarbeitszeit gehen, sonst tauge sie nichts. Wo ist da der Unternehmer? Ist ein MBI bei solcher Motivation vielleicht ein bisschen eine Versicherung für die Job-Dauer? Statt eines zeitlich befristeten Geschäftsführer- Vertrages die Daueranstellung im Geschäftsführer-Rang? Ein von sich überzeugter Manager und Unternehmer wird andere Perspektiven sehen. Wenn er erfolgreich ist, dann wird er die Schlüsselperson bei einem Verkauf durch den Private Equity Investor sein. Er wird mitentscheiden können und mitentscheidend sein, wenn der Finanzinvestor an den Exit geht. Nicht ungewöhnlich ist es, wenn ein Manager länger beteiligt – und im Amte – bleibt, als der Finanzinvestor. Eigenartig: auf das geschilderte Problem mit der „Pensionsorientierung“ der MBI-Kandidaten stossen wir vor allem bei Transaktionen im Mittelstand. Bei größeren Unternehmenskäufen im MBI gibt es das Problem weniger. Warum wohl?