Wozu sich überhaupt mit der Frage beschäftigen. Ein Verkäuferdarlehen zur Finanzierung des Kaufpreises? Wenn der Käufer genügend Eigenkapital investiert oder die erforderlichen Finanzmittel bei Banken mobilisiert, ist eine Mitwirkung des Verkäufers an der Finanzierung des Kaufpreises nicht nötig. Nun, so einfach ist es nicht. Auch nach der besten Due Diligence wird der Verkäufer immer noch mehr über die Risiken – und Chancen – in seinem Unternehmen wissen als der Käufer. Auch die finanzierenden Banken wollen meist ein Verkäuferdarlehen als Zeichen dafür sehen, dass der Verkäufer ein Unternehmen mit gutem Ertragspotential auch in der Zukunft übergibt. Das Verkäuferdarlehen ist aus der Sicht der Banken eine Versicherung. Der Käufer sieht es natürlich genauso. Er wird vielleicht sogar einen höheren Kaufpreis zahlen, wenn der Verkäufer einen Teil des Kaufpreises noch zwei, drei Jahre stundet. Zu Beginn der Verkaufsprozesse heißt es meist nein zum Verkäuferdarlehen. Wenn sich dann alle Interessenten positioniert haben, wird es meist akzeptiert. Ganz ohne Verkäuferdarlehen geht es bei Transaktionen im Mittelstand oft gar nicht.
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