Die freche Antwort lautet: es gibt immer weniger Unterschiede? Doch diese Antwort ist leider weitgehend falsch, selbst wenn es im einen oder anderen Fall zu Annäherungen kommt. Das ist vor allem dann der Fall, wenn eine Management-Gesellschaft mehrere parallele Fonds betreut. Das klassische Private Equity beteiligt sich an nicht börsennotierten Unternehmen. Die Kaufpreise werden mit dem Eigenkapital der Fondsinvestoren und mit Akquisitionskrediten von Banken finanziert. Nach drei bis sieben Jahren werden die Unternehmen wieder verkauft, das eingesetzte Kapital und der erwirtschaftete Gewinn werden an die Anleger zurückgezahlt.
Hedge Funds arbeiten ebenfalls mit den Geldern von Anlegern, vor allem aber auch mit Fremdkapital. Die Anlagedauer ist bislang eher kurzfristig. Anlageobjekte können Aktien und andere notierte Papiere sein. Gewinn sucht man aus der Bereinigung von Ineffizienzen und Arbitragen zu ziehen. Oder die Fonds spekulieren auf Werterhöhung ihrer Anlagen aufgrund von Ereignissen, Trends und Umbrüche. Hedge Funds tragen – man traut es sich in diesen Tagen kaum zu sagen – zur Effizienz der Kapitalmärkte bei. Aber sie haben wenig mit unseren Themen zu schaffen: MBO und MBI.
Investoren » Was ist der Unterschied zwischen Private Equity und Hedge Funds?